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Silver-Surfer-Fachtagung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Information, Austausch und Vernetzung

„Die ältere Generation zeigt ein ansteigend großes Interesse an den digitalen Medien und Entwicklungen. Der Austausch mit Gleichaltrigen hilft, Befürchtungen und Berührungsängste erfolgreich abzubauen und Spaß und Kompetenz beim Umgang mit digitalen Angeboten aufzubauen“, erläuterte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler im Rahmen der Silver-Surfer-Fachtagung „Digitale Kompetenzen praxisnah vermitteln – Neue Ideen und Werkzeuge für mein Ehrenamt“. Aus ganz Rheinland-Pfalz sind heute rund 120 Ehrenamtliche von PC-und Internet-Treffs und aus dem Projekt „Digital-Botschafterinnen und -Botschafter Rheinland-Pfalz“ auf den Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz geströmt. Diese Ehrenamtlichen unterstützen vor Ort die älteren Menschen mit vielfältigen Angeboten auf dem Weg in die digitale Alltagswelt.

Die Fachtagung wird veranstaltet vom Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) der Universität in enger Kooperation mit der Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest und dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD), das die Tagung auch finanziell fördert.

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der Vizepräsident für Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Stephan Jolie, eröffneten die Fachtagung. Anschließend gab Dr. Frank Berner vom Deutschen Zentrum für Altersfragen Einblicke in die Arbeit der Kommission zur Erstellung des 8. Altenberichts, der sich dem Thema „Ältere Menschen und Digitalisierung“ widmet. Im Anschluss haben Helga Handke (Helga hilft), Ingrid Heyer (Vorsitzende der Bewohnervertretung des AWO-Seniorenzentrums Koblenz-Laubach) und Gérard Ribeiro (FairNet Speyer) ihre ehrenamtliche Arbeit in einem kurzweiligen Format vorgestellt.

Thematisch fokussierte Workshops am Nachmittag haben kurze praxisnahe Impulse und viel Raum für den Erfahrungsaustausch geboten zu Fragen wie: Welche technische Ausstattung kann ich nutzen, um meine Inhalte besser zu vermitteln? Wie gehe ich mit Erwartungen von Besucherinnen und Besuchern an Unterstützung um, die nicht zum Schwerpunkt meiner ehrenamtlichen Tätigkeit passen? Wie lassen sich virtuelle Schulungsräume einbinden in meine ehrenamtliche Arbeit? Welche Apps eignen sich für meinen Tablet-Treff? Welche Verbraucherthemen werden aktuell diskutiert und welche Angebote kann ich hier nutzen?

„Rheinland-Pfalz hat ein bundesweit einmaliges Netzwerk der regionalen Hilfestellung und Begleitung älterer Menschen bei digitalen Medien, welches wir weiter ausbauen werden“, so die Ministerin. Zurzeit gibt es rund 130 Digital-Botschafterinnen und -Botschafter und über 60 PC-und Internet-Treffs. In den kommenden zwei Jahren sollen noch mehr Digital-Botschafterinnen und -Botschafter ausgebildet werden und die Umsetzung neuer PC-und Internet-Treffs für ältere Menschen, insbesondere in ländlichen Regionen werden weiter gefördert.