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Rheinland-Pfalz unterstützt Altenpflegeeinrichtungen mit Tablets und WLAN

Projekt Seelenwärmer

Seit über 3 ½ Jahren gibt es im Caritas-Zentrum St. Alban den Digi-Treff des SoNAh-Senioren-Netzwerkes, um der Generation 55 plus den Einstieg mit eigenen Smartphones oder Tablets zu erleichtern. Das Projekt Digital-Botschafterinnen und -Botschafter Rheinland-Pfalz hat die Bodenheimer Initiatorin Kerstin Thieme-Jäger als Referentin für „Silver Surfer“ von Beginn an verfolgt.

Und so haben sich die Quartiersmanagerin und ihre ehrenamtlichen Teampartner Peter Nahrgang und Michael Henke-Luser als Digital-Botschafter*innen, kurz Digibos, qualifizieren lassen. Karlheinz Kirchner, ebenfalls aus Bodenheim, hat sich angeschlossen.

Und nun gibt es ausgerechnet in der Corona-Zeit eine kleine digitale Erfolgsgeschichte:

Immer mal wieder kam im Spieltreff die Sprache auf den Digi-Treff. Frau Thieme-Jäger wollte Frau Schreiber für ein eigenes Smartphone begeistern. Aber es war noch zu früh. „Ach nein, das ist nicht meine Welt!“ – oder – „Das lerne ich nicht mehr!“ – das waren die Kommentare der über 70-Jährigen.

Neugierig, vielfältig interessiert, jung geblieben – eigentlich bringt die ehemalige Lehrerin die besten Voraussetzungen mit, sich auch als Technikfremde in diese neue Welt aufzumachen.

Aber erst durch die Corona-Pandemie wagte sie schließlich den Schritt. Es war die Isolation in den langen Monaten. Die Kinder, die Enkel – alle wollten digital in Kontakt gehen.

Und dann startete in der Winterphase das Projekt „Seelenwärmer“ – Vorlesen und Vorspielen für Menschen, die alleine sind. Das Quartiersbüro „WiB – Wir-in-Bodheim“ verbindet Generationen und in Zeiten von Corona müssen da kreative Wege beschritten werden.

Frau Schneider gefiel die Idee gut. Und so hat dies den letzten Ausschlag gegeben. Sie hat sich zu ihrem Geburtstag nun ein Smartphone gewünscht und als eine der Ersten eine Geschichte für „Seelenwärmer“ eingelesen. Als digitale Vorlese-Oma! Und als digitales Vorlese-Nachbarin! Und eine der Grundschulklassen hat ihre gelesene Geschichte in wunderbare Bilder umgesetzt. Diese sind nun ein unterhaltsame Gesprächsgrundlage in der Tagespflege geworden, alles in allem ein sehr schönes wertschätzendes Miteinander und eine runde Sache.

Eine tolle Erfolgsgeschichte zur Weihnachtszeit!

Golden Concert: Ein Konzert für die Seniorinnen und Senioren im Caritaszentrum in Bodenheim

Doch das war noch nicht alles von Projekt Seelenwärmer. Im Frühjahr startete die neue Reihe „Golden Concerts“. Idee war, dass Schülerinnen und Schüler der Musikschule „images“ regelmäßig kleine Konzerte für die Bewohner*innen im Caritas-Zentrum St. Alban in Bodenheim geben wollten. Die Corona-Pandemie hat dies aber gleich wieder unterbrochen.

Deswegen kam der Gedanke, Beiträge für ein Weihnachtskonzert zu filmen und auf digitalem Weg zu den Bewohner*innen zu bringen und in die Adventsaktion „Seelenwärmer – Vorlesen und Vorspielen für Menschen allein“ des Quartiersbüros WiB-Wir-in-Bodenheim zu integrieren. Das bringt schöne Abwechslung in den WG-Alltag, Kinder werden immer gerne gesehen und gehört

Die Stiftung MedienKompetenz Forum Südwest und das Projekt Digital-Botschafterinnen und -Botschafter fanden die Idee so schön, dass sie das Vorhaben tatkräftig unterstützten. Ausgerüstet mit Ausleihtechnik von OK:TV Mainz filmte Birgit Wiedmaier, die Leiterin der Musikschule, ihre Schülerinnen und Schüler beim Vorspielen der Weihnachtslieder. Die einzelnen Videos wurden anschließend vom DigiBo-Projektteam zu einem Konzert zusammengeschnitten. Die Digital-Botschafterin Kerstin Thieme-Jäger geht mit dem fertigen Video dann in das Caritaszentrum in Bodenheim, sodass sich die Bewohnerinnen und Bewohner die weihnachtlichen Gitarren-, Klavier- und Flötenklänge über die Weihnachtszeit auf dem Fernseher anschauen können. Das Konzert wird zudem beim Bürgersender OK:TV Mainz ausgestrahlt.

Den Live-Stream können Sie am xxx um xxx über diesen Link aufrufen.

Eine gelunge und schöne Kooperatioen, um den Seniorinnen und Senioren Weihnachten, trotz der widrigen Zustände, etwas zu versüßen.

 

3. Digitalforum in Trier: Chancen nutzen, Menschen weiterbilden, Zukunft gewinnen

Offizieller Start des DigiBo-Forums

Erster bundesweiter Digitaltag 2020: „Preis für digitales Miteinander“

DigiBos im Zeichen von COVID-19

Aufgrund der Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben können derzeit auch Digital-Botschafterinnen und -Botschafter in Rheinland-Pfalz (kurz: DigiBos) nicht das umsetzen, was sie sich vorgenommen haben. Vorträge mussten abgesagt werden, Tablet- und Smartphone-Treffs fallen aus, auch Hausbesuche sind nicht möglich. Dennoch gibt es einige Ideen, wie DigiBos aktiv bleiben und eine digitale Teilhabe fördern können.

Hilfe am Gartenzaun
Aus der Südwestpfalz berichtet ein DigiBo, dass er, begünstigt durch das schöne Wetter, am Gartenzaun Fragen beantworten und so helfen konnte. Dies wird zwar eher in kleinen Orten funktionieren können, in denen jeder jeden kennt und weiß, dass Frau X oder Herr Y sich auskennt und als DigiBo ansprechbar ist. Aber bei schönem Wetter eine gute Idee.

Am Telefon ansprechbar bleiben
Wer als DigiBo seine Telefonnummer veröffentlich hat, kann natürlich angerufen werden. Umgekehrt geht das auch: wer Telefonnummern von interessierten Seniorinnen und Senioren hat, die üblicherweise an DigiBo-Angeboten teilnehmen, kann diese selbst anrufen und einmal nachhören, ob es Probleme gibt. Das praktizieren einige DigiBos aus verschiedenen Regionen mit Erfolg. Sicherlich kann man in einem Telefongespräch nicht alle Probleme im Umgang mit Smartphone, Tablet oder PC lösen, doch gerade die Grundlagen können gut erklärt werden. Die Installation einer App zum Beispiel kann man gemeinsam am Telefon am eigenen Gerät nachvollziehen und so schon eine Schwierigkeit, die viele am Anfang haben, aus der Welt schaffen.

Per Newsletter gut informiert
Schon vor der Corona-Krise hatte ein DigiBo die Möglichkeit, über Email-Verteiler Informationen zur Handhabung smarter Geräte und PCs in Form z.B. eines Flyers zu teilen. DigiBos aus dem Raum Neuwied oder Mainz setzen das schon länger um und haben gute Erfahrungen mit Newslettern gemacht. Wer also E-Mail-Adressen von Teilnehmenden von bisherigen Veranstaltungen hat, kann auch jetzt Informationen streuen, z.B. zur Nutzung von WhatsApp, Threema und ähnlicher Kommunikationskanäle (Skype, Jitsi etc.).

Sich selbst fortbilden
Jetzt ist eine gute Gelegenheit, sich auf die Suche nach Ideen und Materialien zu machen, um gewappnet zu sein, wenn es „wieder losgeht“. Auf Silver-tipps.de zum Beispiel sind einige neue Videos und Anleitungen zu finden, die die künftige Arbeit als DigiBo bereichern können. Beispielsweise beschäftigen sich am Mittelrhein DigiBos mit dem Thema Freifunk, um nach der Corona-Zeit in ihren Gemeinden das Thema fundiert angehen zu können.

Jetzt Netzwerke aufbauen
Während der DigiBo-Ausbildung lernte man vielleicht jemanden aus dem gleichen Ort oder der Nachbargemeinde kennen. Bisher kam es aber noch nicht zu einer Zusammenarbeit. Gut möglich, dass diese Person auch nur auf den Anstoß von außen wartet, um aktiv zu werden – wenn es denn wieder möglich ist. Der Anfang zu einem kleinen lokalen Netzwerk unter DigiBos kann gerade jetzt über Telefon, E-Mail oder Videokonferenz gemacht werden. Auch wenn der erste Schritt dazu vielleicht schwerfällt: wagen Sie ihn!

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Ein attraktives Ehrenamt

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