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DigiBos im Zeichen von COVID-19

Aufgrund der Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben können derzeit auch Digital-Botschafterinnen und -Botschafter in Rheinland-Pfalz (kurz: DigiBos) nicht das umsetzen, was sie sich vorgenommen haben. Vorträge mussten abgesagt werden, Tablet- und Smartphone-Treffs fallen aus, auch Hausbesuche sind nicht möglich. Dennoch gibt es einige Ideen, wie DigiBos aktiv bleiben und eine digitale Teilhabe fördern können.

Hilfe am Gartenzaun
Aus der Südwestpfalz berichtet ein DigiBo, dass er, begünstigt durch das schöne Wetter, am Gartenzaun Fragen beantworten und so helfen konnte. Dies wird zwar eher in kleinen Orten funktionieren können, in denen jeder jeden kennt und weiß, dass Frau X oder Herr Y sich auskennt und als DigiBo ansprechbar ist. Aber bei schönem Wetter eine gute Idee.

Am Telefon ansprechbar bleiben
Wer als DigiBo seine Telefonnummer veröffentlich hat, kann natürlich angerufen werden. Umgekehrt geht das auch: wer Telefonnummern von interessierten Seniorinnen und Senioren hat, die üblicherweise an DigiBo-Angeboten teilnehmen, kann diese selbst anrufen und einmal nachhören, ob es Probleme gibt. Das praktizieren einige DigiBos aus verschiedenen Regionen mit Erfolg. Sicherlich kann man in einem Telefongespräch nicht alle Probleme im Umgang mit Smartphone, Tablet oder PC lösen, doch gerade die Grundlagen können gut erklärt werden. Die Installation einer App zum Beispiel kann man gemeinsam am Telefon am eigenen Gerät nachvollziehen und so schon eine Schwierigkeit, die viele am Anfang haben, aus der Welt schaffen.

Per Newsletter gut informiert
Schon vor der Corona-Krise hatte ein DigiBo die Möglichkeit, über Email-Verteiler Informationen zur Handhabung smarter Geräte und PCs in Form z.B. eines Flyers zu teilen. DigiBos aus dem Raum Neuwied oder Mainz setzen das schon länger um und haben gute Erfahrungen mit Newslettern gemacht. Wer also E-Mail-Adressen von Teilnehmenden von bisherigen Veranstaltungen hat, kann auch jetzt Informationen streuen, z.B. zur Nutzung von WhatsApp, Threema und ähnlicher Kommunikationskanäle (Skype, Jitsi etc.).

Sich selbst fortbilden
Jetzt ist eine gute Gelegenheit, sich auf die Suche nach Ideen und Materialien zu machen, um gewappnet zu sein, wenn es „wieder losgeht“. Auf Silver-tipps.de zum Beispiel sind einige neue Videos und Anleitungen zu finden, die die künftige Arbeit als DigiBo bereichern können. Beispielsweise beschäftigen sich am Mittelrhein DigiBos mit dem Thema Freifunk, um nach der Corona-Zeit in ihren Gemeinden das Thema fundiert angehen zu können.

Jetzt Netzwerke aufbauen
Während der DigiBo-Ausbildung lernte man vielleicht jemanden aus dem gleichen Ort oder der Nachbargemeinde kennen. Bisher kam es aber noch nicht zu einer Zusammenarbeit. Gut möglich, dass diese Person auch nur auf den Anstoß von außen wartet, um aktiv zu werden – wenn es denn wieder möglich ist. Der Anfang zu einem kleinen lokalen Netzwerk unter DigiBos kann gerade jetzt über Telefon, E-Mail oder Videokonferenz gemacht werden. Auch wenn der erste Schritt dazu vielleicht schwerfällt: wagen Sie ihn!

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